Kirchengemeinde Havetoft - Berichte

Theatergottesdienst in Havetoft


Verlorener Sohn


"De Thumbyer Theaterspeelers" überzeugten mit mittelalterlichem Fastnachtsspiel

Vor einer vollbesetzten Kirche glänzten die "Thumbyer Theaterspeelers" mit ihrer Darstellung des verlorenen Sohns.
Wir danken für dieses eindrückliche Schauspiel, das uns die Gnade Gottes auf eine ganz ungewohnte Weise nahe gebracht hat!

Wer es verpasst hat, dem seien die weiteren geplanten Aufführungen empfohlen:
  • Sonntag, 14.03.2010, 18.00 Uhr St.Katharinen-Kirche, Gelting
  • Freitag, 26.03.2010, 20.00 Uhr, St.Petri-Diom, Schleswig
  • Sonnabend, 27.03.2010, 19.30 Uhr, St. Ursula-Kirche, Böel




In der Vorankündigung hieß es:

De Thumbyer Theaterspeeler aus Schnarup-Thumby zeigen: "De verloren Söhn" - ein Fastnachtspiel von Burkard Waldis (ca. 1490-1557)

Eine der wohl bekanntesten biblischen Geschichten ist das "Gleichnis vom verlorenen Sohn" (Lukas 15, 11-32), das Jesus gegenüber Pharisäern und Schriftgelehrten erzählt hat. Es ist die Geschichte von einem, der von seinem Vater die vorzeitige Ausbezahlung seines Erbanteils gefordert hat. Mit diesem Geld verlässt er den Vater, geht in die Fremde und "brachte sein Gut um mit Prassen", bis er in tiefster Not sein Leben als Schweinehirt fristen muss.
Schließlich reut ihn sein Verhalten und er geht nach Hause zurück. Der Vater nimmt seinen Sohn freudig wieder auf: "... dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden."
Damit meint das Gleichnis das Verhältnis von uns Menschen zu Gott bzw. Gottes Verhältnis zu uns, der den Abtrünnigen in Gnade wieder aufnimmt.
In mittelalterlichen Verarbeitungen der biblischen Parabel in der Literatur und vor allem in der darstellenden Kunst sind jene Szenen dazugekommen, die Saufen und Schlemmen, Hurerei und Würfelspiel geradezu lustvoll ausmalen, wo die Bibel nur sehr knapp formuliert. Das Stück von B. Waldis bildet wohl die älteste Theaterfassung des biblischen Gleichnisses. Sie ist ursprünglich in Mittelniederdeutsch geschrieben worden. Für die Aufführung ist die neuniederdeutsche Übersetzung von Dieter Andresen, Schleswig, verwandt worden.
Neben den "unsichtbaren" Mitarbeitern treten in der Inszenierung 13 Darsteller/innen sowie drei Musiker auf. Der Eintritt ist natürlich frei, aber es wird um eine Kollekte für die Theatergruppe gebeten.
(Sönke R. Andresen)



Bilder der Aufführung

(zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken)

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