Zwei Wochen Indien, zwei Wochen in einer anderen Welt – völlig unmöglich, sie auch nur annähernd in kurzer Form darzustellen!
Der erste Eindruck: angenehmes Klima, nicht so schwül wie erwartet, fast wie im August bei uns.
Der Verkehr: völlig chaotisch. Linksverkehr, Hupen, viele Zweiräder,
Autos, Motor-Rikschas, Kühe (!), gewaltige Schlaglöcher in den Straßen,
aber irgendwie funktioniert alles. Überwältigend die Begegnung mit den
Menschen. Sie freuen sich unglaublich, dass wir sie besuchen
kommen, und empfangen uns mit Trommelklängen. Blumenketten werden uns
umgehängt, das ganze Dorf will unsere Hände schütteln. Die Kirchen sind
manchmal kaum größer als eine Garage, die Menschen sitzen dichtgedrängt
auf dem Fußboden. Sie singen lautstark und mit Begeisterung – der
richtige Ton ist dabei
zweitrangig.
Gelegentlich erkennen wir Melodien aus unserem Gesangbuch wieder.
Die erste Woche verbringen wir in den Bergen als Gäste von Annemarie
Gieselbusch. Sie hat jahrelang als Krankenschwester unter den Adivasi
gelebt, danach in Deutschland gearbeitet und ist seit ihrer Rente
abwechselnd ein halbes Jahr in Indien und ein halbes Jahr in Rendsburg.
Wir sind dankbar, von ihr in Sitten und Gebräuche des Landes eingeführt
zu werden.
Danach reisen wir weiter nach Kochakonadi, ein Dorf, mit dem
Breklum eine Partnerschaft pflegt. Um die europäischen Gäste angemessen
empfangen zu können, haben sie ein Gästehaus gebaut, dass wir einweihen
dürfen. Dann teilt sich unsere Gruppe: Die Breklumer Pfadfinder bleiben
im Dorf, meine Frau und ich werden von Hans Asha abgeholt, mit dem ich
seit Jahren in eMail-Kontakt stehe. Für die restliche Zeit sind wir
seine Gäste und werden in die kirchliche und diakonische Arbeit
eingeführt, die er vor Ort aufgebaut hat. In den verschiedenen Dörfern
feiern wir Morgenandachten und Gottesdienste. Der Höhepunkt ist die
Einweihung einer neugebauten Kirche. Doch hiervon später mehr.
Berichte von der Gemeinde
Eindrücke aus Indien
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