Und warum sollte ein traditioneller Text wie das Glaubensbekenntnis dem modernen Menschen nichts zu sagen haben, nur weil es zugegebenermaßen einige schwierige Passagen enthält?
Jörg Arndt, engagierter Pastor einer norddeutschen Dorfgemeinde, hat seine Zuhörer auf eine Reise durch das Glaubensbekenntnis eingeladen. Das Ergebnis ist im vorliegenden Buch veröffentlicht: sechzehn Predigten, die jeweils eine Aussage des Glaubensbekenntnisses mit einem zentralen Bibeltext sowie mit dem alltäglichen Leben verknüpfen. Dieses Buch hat Ecken und Kanten, beschert dem einen eine Stärkung seines Glaubens, den anderen fordert es zur Diskussion heraus – in jedem Fall aber ist es lesenswert. Lebensnah, humorvoll und unverschämt fromm.
1.
„Ich glaube an Gott“
Leben
aus der 4. Dimension
2.
„…
den Vater“
Ein
Vater wie er im Buche steht
3.
„…
den Allmächtigen“
Nichts
ist unmöglich!
4.
„…
den Schöpfer des Himmels und der Erde.“
Das Werk
lobt seinen Meister.
5.
„Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn“
Einer
wie keiner
6.
„…
empfangen durch den Heiligen Geist“
Mehr
als eine biologische Sensation
7.
„…
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben“
Der
Gottessohn im Räderwerk irdischer Macht
8.
„…
hinabgestiegen in das Reich des Todes“
Der
Totpunkt der Heilsgeschichte
9.
„…
am dritten Tage auferstanden von den Toten“
Die beste Nachricht der Welt
10.
„… aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des
allmächtigen Vaters“
Weil
er weg ist, ist er da ...
11.
„… von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden
und die Toten.“
Richter
und Retter
12.
„Ich glaube an den Heiligen
Geist“
Gotteserfahrung
hautnah
13.
„… die heilige christliche Kirche“
Jesus
will uns bau’n zu einem Tempel
14.
„… Gemeinschaft der Heiligen“
Heilige
wie Du und ich
15.
„… Vergebung der Sünden“
Endlich
Frieden finden
16.
„Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“
Hinter
dem Horizont geht’s weiter
Heinz
hat sich doch
tatsächlich bekehrt. Nach langem Hin und Her hat er zusammen mit einem
Seelsorger
gebetet und Jesus gebeten, der Herr seines Lebens zu sein.
Nun
ist einiges anders
geworden in seinem Leben. Zwar hat er auch schon vorher irgendwie an
Gott geglaubt,
aber Heinz spürt, dass es nun eine andere Bedeutung für ihn hat, wenn
er sagt:
„Ich glaube an Gott“. Vorher hatte er dabei nicht dieses vertraute
Gefühl im
Herzen. Zugleich spürt er, dass er noch fürchterlich viele Fragen hat.
Er
möchte so gern seinen Arbeitskollegen von Jesus erzählen, einfach weil
er so
erfüllt ist von den vielen neuen Erfahrungen, aber er traut sich nicht
so
recht. Er weiß nicht, wie er anfangen und was er antworten soll, wenn
sie mit
ihren kritischen Fragen kommen. Und nur zu sagen: „Es ist aber ein
wunderbares
Gefühl, mit Jesus zu leben“, das ist ihm dann doch zu wenig.
Die
junge Kirche ist in
einer ganz ähnlichen Situation gewesen wie Heinz. Sie suchte nach
Wegen, ihren
Glauben zu bekennen, ihn auf den Punkt zu bringen, ihn mitteilbar zu
machen –
und so entstand das Glaubensbekenntnis. Der Legende nach haben sich die
12
Apostel zusammengesetzt und jeder hat einen Gedanken beigesteuert,
deshalb
nennt man es auch das „Apostolische Glaubensbekenntnis“.
Aber
ganz so war es wohl
nicht. Vielmehr hat sich dieses Bekenntnis allmählich entwickelt und
zwar so
ähnlich, wie eine Schneekugel für einen Schneemann entsteht. Am Anfang
gab es
einen festen Kern, nämlich das Bekenntnis, das die Täuflinge vor ihrer
Taufe abgelegt
haben. An diesen Kern wurden dann über Jahrhunderte immer wieder
Aussagen
angefügt, bis schließlich das herangewachsen war, was wir heute als
„Apostolikum“ kennen. Das Glaubensbekenntnis steht also nirgendwo in
der Bibel.
Allerdings
steht es in
Einklang mit den Aussagen der Bibel, denn es will nichts weiter, als
deren Botschaft
auf den Punkt zu bringen.In
den nächsten Wochen
möchte ich mir die Zeit nehmen, das Glaubensbekenntnis Stück für Stück
auszulegen
und zwar aus zwei Gründen: einmal um es verständlicher zu machen. In
fast jedem
Gottesdienst wird das Glaubensbekenntnis gesprochen, da ist es sicher
angebracht, sich darüber klar zu werden, was wir eigentlich meinen,
wenn wir
sagen „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“ oder „Gemeinschaft der
Heiligen“.
Der
zweite Grund ist, dass
diese Predigtreihe eine Hilfe sein soll – nicht nur für Heinz, sondern
für
alle, die gern mehr wissen wollen über den christlichen Glauben. Nutzen
Sie
diese Gelegenheit, um Fragen anzubringen!
Nun
also: „Ich glaube an
Gott“ – so fängt das Glaubensbekenntnis an. Und schon beim ersten Wort
kann man
sich aufhalten. Warum heißt es eigentlich „ich glaube“ und nicht „wir
glauben?“.
...
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der Kirchengemeinde Havetoft. Impressum: siehe Kontakte!